Kunstgespräch
Der Schauspieler und Künstler Axel Neumann gibt Einblicke in die Grenzerfahrung, die ihn zur Füllermalerei geführt hat - umgeben von den Werken, die daraus entstanden sind. Die Ausstellung "Die Farbe des Lichts" ist Teil des Abends.
Kurzvita:
Axel Neumann ist bildender Künstler und Schauspieler (u. a. Schauspielhaus Leipzig, Preisträger des Deutschen Comedy Filmpreises). 1992 entwickelte er nach einer dreiwöchigen Dunkelheitserfahrung eine eigene Maltechnik mit Patronenfüller und Acrylfarbe. Kein Strich in seinen Bildern ist größer als 1-2 mm. Sein Werk umfasst Einzelbilder, metergroße symphonische Werke, Computeranimationen und multimediale Inszenierungen. Zuletzt zeigte er die Trilogie "Zwischenwelten 1-3" in Berlin (2024-25). Seine Arbeiten sind weltweit in Privatsammlungen vertreten. Zusammen mit seiner Frau lebt und arbeitet er in Berlin.
Vom 11. September bis 10. Dezember sind in der Ausstellung "Die Farbe des Lichts" in der Basilika St. Emmeram großformatige Auszüge seiner Gemälde "Rote Symphonie" und "Symphonie No. 5" zu erleben.
Referent:
Axel Neumann, Schauspieler und Künstler
| Veranstaltungsnr. | 7-84223 |
| Datum | Fr 04.12.2026, 19:00 Uhr |
| Ort | Basilika St. Emmeram, Emmeramsplatz 3, 93047 Regensburg |
| Gebühr | Eintritt frei, Spenden erwünscht |
Was bleibt von uns, wenn um uns herum alles wegfällt?
Drei Wochen absolute Dunkelheit und Stille. Nur wir selbst und das, was in uns aufsteigen will. Mit diesem Selbstexperiment wollte der Berliner Schauspieler Axel Neumann ("Tatort") sein Bühnenhandwerk verfeinern. Was dann passierte, überraschte ihn: In der Dunkelheit zeigte sich eine Flut von Bildern, die sich wie Fotografien in sein Bewusstsein einbrannten. Unermüdlich überträgt er sie seit über 30 Jahren mit dem Patronenfüller auf Papier - in nächtelanger, akribischer Präzisionsarbeit, als könnte ein einziger falscher Strich die übermittelte Information unleserlich machen.
Die Ausstellung in der Basilika St. Emmeram zeigt großformatige Auszüge seiner Monumentalwerke. Filigrane Farbwelten von vibrierender Symbolkraft, geordnet wie Kathedralen, kryptisch wie Träume.
Was in der Dunkelheit aufbricht, ist kein Chaos. Es folgt Gesetzen. Ähnliche Muster tauchen in Berichten über Nahtoderfahrungen auf und den Visionen von Menschen unterschiedlichster Epochen. Was passiert in der Dunkelheit mit dem Gehirn und warum berichten Betroffene nicht selten von unbeschreibbaren Gefühlen der Verbundenheit und Transzendenz? In einer begleitenden "Art meets Science" Vortragsreihe nähern sich Fachleute der Universitäten Regensburg, Groningen und Bern aus Hirnforschung, Religionswissenschaft und Theologie dem Thema aus verschiedenen Richtungen an - aber mit demselben Staunen.
Die Ausstellung will die inneren Bilder nicht decodieren, sondern ihr Geheimnis anerkennen - und stellt die vielleicht drängendste Frage unserer Zeit: Was macht mich eigentlich zum Menschen?
Produktion: Universität Regensburg & Atelier Neumann Berlin
Kunst: Axel Neumann
Kuration: Patrizia Neumann
Leitung Wissenschaftsprogramm: Prof. Andreas Merkt, Universität Regensburg
Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Centre for Advanced Studies "Beyond Canon", Universitätsstiftung Pro Arte Regensburg, Kulturamt Regensburg, Ritter Sport, Innenstadtseelsorge, KEB der Stadt Regensburg, u.a.
Vernissage: Sonntag 13. September 14 Uhr in Anwesenheit des Künstlers
| Veranstaltung | Künstlerabend. Ein Erlebnisbericht |
| Datum | Fr 25.09.2026, 19:00 Uhr |
| Veranstaltung | Künstlerabend. Ein Erlebnisbericht |
| Datum | Fr 16.10.2026, 19:00 Uhr |
| Veranstaltung | Künstlerabend. Ein Erlebnisbericht |
| Datum | Fr 04.12.2026, 19:00 Uhr |