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„Platon im digitalen Zeitalter: Über die politische Dimension von Wahrheitssuche, Wissenserwerb und Wirklichkeitssimulation“

In der Reihe "Fakt oder Fake? Kulturen des Fälschens von der Antike bis zur Gegenwart"

Themenreihe

Referentin:

Prof. Dr. Eva Helene Odzuck

Veranstaltungsnr. 7-76564
Datum Mi 24.04.2024, 14:00 - 16:00 Uhr
Ort Universität Regensburg, Hörsaal 10, Universitätsstr. 31, 93053 Regensburg
Veranstalter Mittelalterzentrum "Forum Mittelalter" in Kooperation mit dem GRK 2337 "Metropolität in der Vormoderne" und der regionalen KEB Regensburg Stadt
Anmeldung Bei Teilnahme in hybrid bitte Anmeldung an Dr. Susanne Ehrich, Koordination Mittelalterzentrum "Forum Mittelalter" Institut für Geschichte, Universität Regensburg susanne.ehrich@ur.de senden. Der Zugangslink wird Ihnen anschließend zugeschickt.

Weitere Informationen:

Hier finden Sie das Plakat zur Reihe:

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Alle Veranstaltungen der Reihe „"Fakt oder Fake? Kulturen des Fälschens von der Antike bis zur Gegenwart"“

Sowie Fake News und Deepfakes durch neue Technologien, KI und soziale Medien zu einem alltäglichen Problem unserer gegenwärtigen (politischen) Kultur geworden sind, kennen alle Kulturen der Vormoderne und Moderne eigene Praktiken, Nutzungen und Bedeutungen von Fälschungen. Die Ringvorlesung "Fakt oder Fake? Kulturen des Fälschens von der Antike bis zur Gegenwart" (Mi, 14-16 Uhr) setzt sich in interdisziplinärer Breite mit Medien, Kulturtechniken und Funktionen manipulierter Wahrheit auseinander und beleuchtet deren gesellschaftliche, politische oder religiöse Wirkung in verschiedenen Epochen.

Im antiken Kreta stützten offenbar oberste politische Organe die Fälschung staatlicher Verträge - vielleicht werden die Kreter deshalb im Neuen Testament als notorische Lügner bezeichnet. Aber auch das Mittelalter kennt einflussreiche Fälschungen, wie die sog. Konstantinische Schenkung an den Papst, die bereits die Humanisten als mittelalterliche Fälschung (wohl des 8. Jh.s) entlarvten. Die Benediktiner des Regensburger Klosters St. Emmeram versuchten um 1050 wiederum durch gefälschte Schriftzeugnisse und Artefakte die Existenz der Dionysius-Reliquien im eigenen Kloster zu beweisen. Darüber hinaus profitierten kriegerische Konflikte von der Modellierung oder Verzerrung der Fakten: Im Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England (1337-1453) nutzten beide Kriegsseiten Propaganda, Gerüchte und Desinformation, um für die eigene Position zu werben und die gegnerische Seite zu destabilisieren.

Ähnlich lässt sich dies auch bei gegenwärtigen Deepfakes beobachten, die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt entstehen. Die Frage nach Fälschung und Authentizität wird in der Ringvorlesung zusätzlich aus dem Blickwinkel der Ritualkultur und des musikalischen Schaffens beleuchtet. Nicht zuletzt stehen auch moderne Medien und digitale Techniken der gezielten Beeinflussung und Manipulation des gesellschaftlichen und politischen Diskurses in einigen Beiträgen im Fokus.

Veranstaltung "Gerüchte, Falschmeldungen und Propaganda im Hundertjährigen Krieg"
Datum Mi 08.05.2024, 14:00 - 16:00 Uhr
Veranstaltung „Falsche Musik? Antisemitismus und Bewertung von Musik“
Datum Mi 29.05.2024, 14:00 - 16:00 Uhr
Veranstaltung „Virtuelle Realitäten als mögliche Körperwelten“
Datum Mi 05.06.2024, 14:00 - 16:00 Uhr
Veranstaltung „Annius von Viterbo (1432-1502) oder: Eine alternative Weltgeschichte“
Datum Mi 19.06.2024, 14:00 - 16:00 Uhr
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