Den Tod mit dem Leben umarmen

Ars moriendi.
Vom Leben und Sterben in Altbayern in der Vormoderne

Vortrag

In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts hat ein gesamtgesellschaftliches Umdenken eingesetzt, ein schleichender Prozess, dessen Auswirkungen grundstürzend waren. Bedingt durch die ständig zunehmende Lebenserwartung hat sich der Tod, das Sterben aus dem Alltag entfernt, ist abgedrängt worden. Wir haben zwar gegenüber den Menschen der Vormoderne an Lebenszeit hinzugewonnen, dafür aber die Ewigkeit verloren (Artur Imhof).

In diesem Vortrag wird versucht, dieser Entwicklung nachzuspüren. Wie gingen die Menschen der Vormoderne in Bayern mit dem Tod um? Welche Strategien hatten sie? Und was können wir möglicherweise heute davon lernen?

Referent:

Dr. Bernhard Lübbers, geb. 1976, ist Direktor der Staatlichen Bibliothek Regensburg. Er studierte Geschichte, Germanistik, Historische Hilfswissenschaften und Volkskunde in Regensburg, München und Dublin und war als wissenschaftlicher Assistent für mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Würzburg tätig, bevor er 2008 die Leitung der Staatlichen Bibliothek Regensburg übernahm. Er hat Lehraufträge an der Universität Regensburg, der Bayerischen Bibliotheksakademie sowie am Fachbereich Archiv- und Bibliothekswesen der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern inne. Seine Forschungen betreffen u. a. Bibliotheks- und Buchgeschichte, die Geschichte des Lesens, bayerische Landesgeschichte sowie die Geschichte Regensburgs.

Datum Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.
Ort Lesesaal, Staatliche Bibliothek, Gesandtenstraße 13, 93047 Regensburg
Gebühr 6,00 €, erm. 5,00 €
Veranstalter KEB und Staatliche Bibliothek Regensburg
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