Die epikureische Weltanschauung

Inhalte - Geschichte - Gegenwart - Risiken und Nebenwirkungen

Vortrag

Der Athener Epikur (um 341-270 v. Chr.) ist einer der berühmtesten Philosophen der Geschichte, der auch die römische Kultur (etwa Lukrez, Cicero, Augustus, Vergil u. a. m.) stark geprägt hat. Seit der Wiederentdeckung des Epikureismus durch italienische Humanisten haben seine Gedanken auch die Neuzeit beeinflusst. Auch gegenwärtig sind sehr viele Menschen - wenn für gewöhnlich auch, ohne es zu wissen - Epikureer: im Grunde all jene, die den Sinn ihres Lebens im Genießen und Vergnügen finden.

Die Philosophie des Epikur fand ihre Grundlage in der atomistischen Metaphysik (im Anschluss an Demokrit), welcher Lukrez (ca. 99-55 v. Chr.) eine Vorform der Evolutionslehre hinzugefügt hat. Beide Denker waren der Auffassung, dass alles Reale ausschließlich aus Atomen, ihren wechselnden Zusammensetzungen und ihren teils zufälligen Bewegungen bzw. "Mutationen" bestünden. Gott oder Götter greifen niemals in dieses Geschehen ein. Das eigene Vergnügen zu verfolgen bedeutet nicht zuletzt, sich konsequent frei von Verdruss, Schmerzen und Ängsten zu halten. Die größte Angst, die der Epikureismus zu vermeiden versucht, ist die vor dem Tod. In der epikureischen Weltanschauung bedeutet Tod die Auflösung unserer Atome in andere Formen. Dies hat zur Folge, dass es nach dem Tod keine Empfindungen mehr gibt. Man brauche den Tod somit gar nicht zu fürchten, da dann, wenn er da sei, der Mensch schon nicht mehr bestehe.

Auch kritische Anfragen werden gestellt und können diskutiert werden, darunter solche nach der besonderen Würde des Menschen, nach seinen Hoffnungen und Verpflichtungen - etwa gegenüber den Mitmenschen und der Natur, die gegenwärtig infolge der massenweisen Selbstbeglückung durch Konsum großen Schaden nimmt.

Prof. Dr. Sigmund Bonk ist seit 2001 Diakon im Bistum Regensburg; derzeitige Aufgaben: Direktor des "Akademischen Forum Albertus Magnus", Moderator der diözesanen Institute, Akademikerseelsorger und außerplanmäßiger Professor an der Universität Regensburg, Dozent am "Studium Rudolphinum" und Schriftleiter des "Bote von Fatima".

Weitere Informationen zur realen Durchführbarkeit im "Präsenz-Modus" folgen unter: www.albertus-magnus-forum.de

Referent:

Prof. Dr. Sigmund Bonk

Datum Mo 27.09.2021, 19:30 Uhr
Ort Café "Goldenes Kreuz", Kaisersaal, Haidplatz 7, 93047 Regensburg
Veranstalter Akademisches Forum Albertus Magnus und KEB
Anmeldung akademischesforum@bistum-regensburg.de oder Tel. 0941/597-1612

Hinweis: Weitere Informationen folgen unter: www.albertus-magnus-forum.de

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