Carl Lutz, der Schweizer Diplomat, der ca. 60.000 ungarische Juden vor dem Holocaust in Budapest rettete. Das Glashaus

In der Reihe: "Die unbesungenen Helden neben Schindlers-Liste."

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Den Namen Carl Lutz kennt kaum jemand in der Schweiz, obwohl er sich nach dem Einmarsch deutscher Truppen 1944 in Ungarn ein raffiniertes System ausdachte, indem er Schutzbriefe für die Verfolgten Juden ausstellte, um ihr Leben zu retten.
Er war Vize-Konsul und mietete 74 Schutzhäuser in Budapest an, wo die Schutzsuchenden auf die Ausreise nach Palästina, damals Britische Mandat warten konnten. Die Schutzhäuser mussten mit Lebensmitteln, Seife, Medikamenten und Kleidungsstücke versorgt werden, die Lutz zusammen mit dem Roten Kreuz organisierte. Dank seinem ständigen Einsatz überlebten alle! Diese Häuser standen unter extra territorialem Recht.
Die meisten Schutzbriefe mussten gefälscht werden.
Als der Krieg zu Ende ging, kehrte er nach Bern zurück. Die Behörden äußerten sich lapidarisch: Er hätte seine Kompetenz überschritten.
Carl Lutz, ein unbesungener Held, ein Lichtpfad in der Dunkelheit des zweiten Weltkrieges.

Referentin:

Prof. Erika Rosenberg, Journalistin, 1951 in Buenos Aires geboren, wohin ihre Eltern vor den Nazis geflohen waren - ist Journalistin und Autorin und hat als Dozentin am Goethe-Institut, im Argentinischen Auswärtigen Amt und an der Katholischen Universität zu Buenos Aires gearbeitet. Sie ist Übersetzerin und Dolmetscherin. Im Jahr 2014 wurde ihr das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande verliehen, im März 2016 erhielt sie den Austrian Holocaust Memorial Award des Österreichischen Auslandsdienstes.

Erika Rosenberg war eine enge Vertraute der Schindler-Witwe Emilie (1907-2001), die nach vielen in Argentinien verbrachten Jahrzehnten wieder nach Deutschland zurückgekehrt war, und hat u. a. Biografien über Oskar und Emilie Schindler verfasst. (Text: Herbig Verlag)

Datum Mi 24.06.2020, 19:00 - 20:00 Uhr
Ort Zuhause
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Veranstalter FES und KEB
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